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Können wir uns in Hochzeiten von Chemie und Futtermittelzusätzen aus dem Labor überhaupt noch vorstellen,
was die Natur, besonders die Kräuter eigentlich alles für uns bereit halten?
Herba Taraxaci (Löwenzahn) enthält beispielsweise besonders viel Kalium und Vitamin A.
Die getrockneten Früchte der Fructus Myrtilli (Heidelbeere) enthalten größere Mengen an Gerbstoffen, Fruchtsäuren, Flavonoiden, Pektinen und Vitaminen und Flores Chamomillae (Kamille) ist reich an Aminosäuren.
Natürlich vorkommende Mineralien wirken im Organismus basisch.
Sie gleichen Übersäuerungszustände aus und tragen zu einem ausgeglichenen Säuren-Basen-Haushalt bei.
Pflanzen sind grundsätzlich frei von Chemie, frei von zugesetzten synthetischen Stoffen aus dem Labor!
Dennoch leben wir in Zeiten einer starken Umweltbelastung, weswegen besondere Obacht auf die Herkunft, das Ernteverfahren und die Weiterverarbeitung gelegt werden sollte. Vorallem enthalten organische Substanzen im Gegensatz zum Mineralfutter aus dem Labor die so wichtigen Mikronährstoffe! Mikronährstoffe sind für die physiologischen Funktionen einzelner Organe und Organsysteme unerlässlich.
Während den sogenannten Makronährstoffen schon in der Vergangenheit viel Bedeutung zugemessen wurde
und deren Gehalt in Futtermitteln geregelt ist, gilt dies für die wichtigen Mikronährstoffe nicht.
Mikronährstoffe kommen ausschließlich in natürlichen Produkten vor.

Viele Kräuter enthalten ätherische Öle.
In einigen Pflanzenfamilien kommen die ätherische Öle vermehrt vor, wie z.B. Anis, Dill, Kerbel, Koriander, Kümmel, Fenchel, Petersilie und Sellerie (Doldenblütler) sowie Basilikum, Lavendel, Oregano, Majoran, Minze, Salbei, Rosmarin, Thymian, Ysop und Zitronenmelisse (Lippenblütler). Auch Zitrus-, Lorbeer-, Kiefern- und Zypressengewächse enthalten reichliche Mengen der meist flüssigen oder harzigen und beim Zerreiben oder bei Wärme in den "Äther" übergehende Essenzen. Die ätherischen Öle in den Pflanzen sind in Öldrüsen oder Drüsenhaaren, in Öl- oder Harzgängen, in speziellen Ölzellen oder mikroskopisch kleinen Behältern eingelagert.
Diese befinden sich in unterschiedlichen Pflanzenorganen, wie Blüten, Blättern, Früchten, Wurzeln oder Rinden. Ätherische Öle entstehen beim pflanzlichen Stoffwechsel und gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen.
Kräutermischungen leisten deshalb einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung, weil die ätherischen Öle auf natürliche Weise von innen helfen etliche Beschwerden gar nicht erst entstehen zu lassen, sie, wenn doch zu lindern und Krankheiten zu heilen. Die Natur war für das Wildpferd der Tierarzt!
Zum Beispiel wirken Oregano- und Majorankraut anregend auf den Appetit, sie beruhigen den Magen-Darm-Trakt und können auf sanfte Weise Krämpfe lösen. Zu den Verdauungshelfern zählen im Besonderen auch Anis-, Kümmel- und Fenchelfrüchte sowie Pfefferminzkraut.
(Vorsicht bei (Pfeffer-)Minze in Komination mit homöopathischen Mitteln !!)
Sie mildern Blähungen und Koliken ebenso wie Melissenblätter und Kamillenblüten.
Diese beiden beliebten Kräuter werden überdies für ihre entzündungshemmende Wirkung geschätzt.
Auch Schafgarbe wirkt entzündungshemmend und krampflösend.
Lavendelblüten beruhigen bei Stress und Nervosität, dahingegen wirkt Rosmarin anregend und vitalisierend.
Ingwer zählt zu den Gewürzen und ist wohl das bekannteste Naturheilmittel, gerade für Arthosepferde.
Doch vorsicht in der Dosierung, denn alles was eine Wirkung hat, kann bei unüberlegtem Einsatz auch Nebenwirkungen haben. Auch die Kräuter Ackerschachtelhalm und Weidenrinde haben hohe schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung!
Mönchspfeffer hat einen Harmonisierungseffekt auf die Sexualhormone, eingesetzt bei rossigen Stuten oder bei hengstigen Wallachen beruhigt es die "Gemüter". Auch die Stutenfruchtbarkeit soll günstig beeinflusst werden. Eingesetzt beim Cushing-Syndrom (ECS) gibt es hiermit ebenfalls gute Erfolge.
Der Effekt wird mit einer Verbesserung der gestörten Dopaminwirkung auf die Hypophyse begründet.
Ginseng kann die Befruchtungs- und Abfohlrate ebenfalls positive beeinflussen, auch hilft er nervösen, infektanfälligen und durch intensives Training stark belasteten Pferden.
Er soll über ausgleichende, kräftigende und leistungsstärkende Wirkungen verfügen.
Kräuter wirken wie ein natürliches Antibiotikum!
Für die Atemwege und Bronchien sind vor allem Thymian, Fenchel und Anis hoch wirksam.
Sie halten durch ihre desinfizierende Wirkung die Atemwege von Keimen frei und helfen bei Husten zähen Schleim zu verflüssigen und erleichtern somit das Abhusten. Auch Knoblauch eignet sich sehr gut als Schutz vor Atemwegsinfekten oder für deren Behandlung, weil sein ätherisches Öl Bakterien tötet.
Es wirkt also als natürliches Antibiotikum. Außerdem unterstützt Knoblauch das natürliche Gleichgewicht der Bakterien im Darm, als Grundlage für eine geregelte Verdauung. Nachgewiesenermaßen besitzt das Multitalent Knoblauch zudem eine antioxidative und antithrombotische Wirkung. Selbst auf das Ausmaß des Wurmbefalls hat der Knoblauch eine eindämmende Wirkung.
Forscher fanden heraus, dass Wildpferde an bestimmten Baumrinden nagen, welche Arsen in geringen Mengen enthalten und sie sich quasi so selbstständig entwurmen! (Wobei der Wurmbefall bei freilebenden Pferden deutlich geringer ausfällt, schlicht weg darin begründet, dass sie fortwährend weiter ziehen und die Besatzdichte eine andere, als bei unseren Hauspferden und deren Weiden ist.)
Jeder kennt zudem das Problem der über die Haut ausdünstenden Schwefelverbindungen des Knoblauchs,
welche wir beim Pferd, gerade im Sommer, sehr begrüßen, halten sie doch lästige Insekten fern.
Die positive Wirkung der Bockshornkleesamen ist bereits seit dem frühen Mittelalter bekannt.
Karl der Große um 800 n.Chr. baute diese Pflanze in den Klostergärten seines Reiches an.
Heute gelten die Samen des Bockshornklees wegen ihrer appetitfördernden Wirkung als Stärkungsmittel, vor allem für magere, schlechtfuttrige oder ältere Pferde. Denn die nahrhaften Samen enthalten unter anderem wichtige Mineralstoffe, Proteine, Vitamine (A, B1 und C), fettes Öl (ca. 8 %) sowie Schleimstoffe, Saponine, Flavonoide, Alkaloide, organisch gebundenes Eisen und ätherisches Öl.
Die "Alten" wussten schon was gut ist: Von Napoleon wird berichtet, dass er Süßholzwurzeln wegen seiner Magenprobleme gekaut habe. Ihr Saft wirkt durch die Verhinderung des Abbaus von körpereigenem Kortison und Aldosteron entzündungshemmend, insbesondere bei Magenschleimhautentzündungen, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren.

Mit Bedacht und Verstand!
Kräuter haben Wirkung und gerade deswegen kann eine Überdosierung oder gedankenlose Beifütterung übel enden.
Nur als Beispiel sollte der Thymian sparsam dosiert werden, da er in größeren Mengen die Schleimhäute der Verdauungsorgane reizen sowie Durchfall provozieren kann. An tragende, sowie säugende Stuten sollten Thymian, Salbei und auch Rosmarin sicherheitshalber nicht oder nur in geringen Mengen verfüttert werden, da sie Wehen auslösen könnten.

!! GIFTIG für Pferde:
Es gibt selbstverständlich auch Kräuter und Pflanzen, welche für Pferde gefährlich und gifitig sind.
Einige wenige wirklich sehr giftige Ausnahmen (auch in kleinen Mengen) bilden z.B. Eibe, Herbstzeitlose und Gunderman. Die Aufnahme dieser Pflanzen kann für Pferde tödlich enden!
Weitere Giftpflanzen > !!! HIER !!!

!! VORSICHT HOCH GIFTIG: Jakobskreuzkraut
Für ein Pferd reichen bereits 40 bis 80g je kg Körpergewicht aus, um es zu TÖTEN!
(Entspricht 14 bis 20kg bei einem 350kg-Islandpferd bzw. 2 bis 4 kg getrocknet im Heu)
Zum Artikel der Landwirtschaftskammer Nordrheinwestfahlen -> !!! HIER !!!
Wissenswertes auch auf www.Jacobskreuzkraut.de


Gerne helfen wir Ihnen bei der Zusammenstellung der geeigneten Kräuter für Ihr Pferd.

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